Was ist eine Teilqualifizierung?

Eine Teilqualifizierung ist ein Bildungsangebot, das die Kompetenzen eines Ausbildungsberufes in einzelnen Schritten vermittelt. Dazu wurden die Kompetenzen in einzelne Module aufgeteilt.

Im Rahmen einer Teilqualifizierung absolvieren Sie idealerweise nacheinander alle Module. Dazwischen können Sie Pausen einlegen, in denen Sie zum Beispiel arbeiten oder familiären Verpflichtungen nachkommen.

Gut zu wissen: Der Begriff „Teilqualifizierung“ wird häufig zu „TQ“ abgekürzt.  

Zertifikate und Berufsabschluss durch Prüfung

Haben Sie ein Modul durchlaufen, können Sie Ihren Lernfortschritt prüfen lassen (Fachbegriff: Kompetenzfeststellung) und erhalten ein Zertifikat, das Ihre berufliche Entwicklung dokumentiert. Dieser Kompetenznachweis kann Unternehmen helfen, Ihre beruflichen Fähigkeiten einzuschätzen. Erkundigen Sie sich im Vorfeld einer Teilqualifizierung, ob der Anbieter des Kurses Kompetenz-Zertifikate ausstellt.

Haben Sie die Teilqualifizierung abgeschlossen, können Sie im Rahmen einer sogenannten Externenprüfung Ihre erworbenen Kompetenzen unter Beweis stellen. Die für den Beruf zuständige Kammer führt die Prüfung durch. Bei Bestehen haben Sie einen Berufsabschluss erworben, der dem regulären Ausbildungsabschluss gleichgestellt ist.

Mehr Informationen zum Prüfungsverfahren und den Voraussetzungen finden Sie auf unserer Seite Externenprüfung: Berufsabschluss nachholen ohne Ausbildung.

Wie läuft eine Teilqualifizierung ab?

Der individuelle Ablauf einer Teilqualifizierung hängt stark vom Bildungsanbieter und dem vermittelten Berufswissen ab. Grundsätzlich beginnen Sie mit einem Modul, das theoretisches Wissen vermittelt. Der Theorieteil macht etwa zwei Drittel der Gesamtdauer einer Teilqualifizierung aus. Er wird in der Regel durch einen Bildungsanbieter vermittelt. Der Praxisteil umfasst ein Drittel der Gesamtdauer und findet in einem Betrieb statt.

Eine Teilqualifikation dauert im Durchschnitt zwei bis sechs Monate. Wie viele davon eine Teilqualifizierung umfasst, hängt vom jeweiligen Beruf und vom Bildungsanbieter ab. Die gesamte Teilqualifizierung einschließlich Externenprüfung erstreckt sich in der Regel über eineinhalb bis zwei Jahre. Wie lange Sie am Ende für Ihre Teilqualifizierung brauchen, hängt davon ab, welchen Beruf Sie anstreben und wie schnell Sie die Module durchlaufen können.  

Flexibilität bei der Durchführung

Sie absolvieren die Module entweder in einer festen Reihenfolge oder kombinieren sie flexibel – je nach Zielberuf und Bildungsanbieter. Sie können auch nur einzelne Module absolvieren, wenn Sie Ihre Kompetenz in einem bestimmten Bereich gezielt ausbauen möchten. 

Antworten auf häufige Fragen zur Teilqualifizierung

Teilqualifizierungen gibt es in zahlreichen anerkannten Ausbildungsberufen, zum Beispiel für:

  • Berufskraftfahrer*in
  • Maschinen- und Anlagenführer*in
  • Fachverkäufer*in im Lebensmittelhandwerk
  • Kaufleute im Einzelhandel
  • Industriemechaniker*in
  • Anlagenmechaniker*in für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik

In der „mein NOW“-Weiterbildungssuche können Sie über den Filter „Weiterbildungsart“ gezielt nach Teilqualifikationen suchen.

Nein, Sie können damit beginnen und später entscheiden, ob Sie den Berufsabschluss machen möchten. Weitere Informationen zur Externenprüfung finden Sie auf der Seite Externenprüfung: Berufsabschluss nachholen ohne Ausbildung.

Bildungsanbieter, die Weiterbildungen für staatlich anerkannte Abschlüsse anbieten, haben häufig auch Teilqualifizierungen im Programm. Die Kammern (zum Beispiel Industrie- und Handelskammern oder Handwerkskammern) bieten ebenfalls Teilqualifikationen an.

In der „mein NOW“-Weiterbildungssuche können Sie über den Filter „Weiterbildungsart“ gezielt nach Teilqualifikationen suchen.

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